Logo, das Logo Naturisten fordern ihre Grundrechte ein...
Mi, 08. Sep. 2010
Wir sind nackt, um zu wandern! Wir wandern aber nicht, um nackt zu sein! nicht eingeloggt

Listinus Toplisten
Home
Gesetze
 Tagebuch
Gästebuch
Kontakt
Links
Impressum
Unsere Besucher
seit Aug. 2006

Counter
Für eine erste

per e-Mail.
Diese Site ist konform mit den W3C-Empfehlungen

Mein nicht alltägliches Tagebuch

Hallo liebe Gäste und Besucher dieser Site,
auf dieser Seite werde ich in loser Folge immer wieder Berichte, Artikel, Gedanken usw. veröffentlichen. Zunächst gibt es keine direkte Möglichkeit Kommentare und Meinungen dazu zu posten. Etwas derartiges werde ich im Laufe der nächsten - äh.. - Monate codieren. Bis es soweit ist, darf jeder dazu das Gästebuch mißbrauchen. Ich werde etwaige Beiträge (ich gehe davon aus, dass es nicht tausende sein werden) mit ein bisschen Handarbeit hier einfügen.

Und über allem steht das Motto:
Wir sind nackt, um zu wandern! Wir wandern aber nicht, um nackt zu sein!
 


Heute gelesen

30.11.2007

Wenn Gott gewollt hätte, dass wir alle nackt herumlaufen,
dann wären wir nackt geboren worden!

 
Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

 
oder
 

Weil Gott nicht wollte, dass der Mensch nackt über die Erde läuft,
hat er ihm ein Fell gegeben!

 
Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.


Warum nackt???

21.08.2007

Wenn man sich mit (ich nenne sie nun mal gerne so) „Textilen” übers Nacktwandern unterhält kommt immer wieder sehr früh die in der Überschrift formulierte Frage. Liefe ich mit roten Socken, Kniebundhose und Karohemd oder mit einem Nasenringpiercing oder mit A....-Geweih-Tatoo bei tief sitzender Hüfthose oder sonstwie lustig bekleidet und/oder mit lustigen Accessoires behängt durch den Wald, käme keiner auf die Idee, nach den Gründen zu fragen. Aber nackt? Das scheint doch sehr exotisch.

Aber die Frage muß prinzipiell anders gestellt werden: Warum angezogen?! Schließlich ist Nacktheit der natürliche (und damit natürlichste) Zustand des Menschen. Es ist mir zumindest nicht bekannt, dass ein Mensch mit Kleidung geboren wurde.

Kleidung hat - bei entsprechendem Bedarf - vielfältige Schutzfunktionen: Zunächst Schutz der Haut und des Körpers vor Wettereinflüssen und vor Verletzung. Schutz vor Offenbarung und Entdeckung. Schutz vor Spott oder Diskriminierung. Schutz vor gesellschaftlicher Fehleinschätzung.

Kleidung hat aber auch - bei entsprechendem Bedarf - vielfältige Nachteile: Sie engt ein, behindert die „Hautatmung” und die Wärmeregulation, reibt und stört.


Waldeslu-hu-hust?!!!

20.07.2007

Meine heutige Wanderung führte mich an einer Gruppe rastender Profiwanderer - das sind die Zeitgenossen, die so lustige Kniebundhosen, Karohemden/-blusen und noch lustigere rote Socken tragen, auch bekannt als Rote-Socken-Fraktion - vorbei, die gerade dabei waren zu Akkordeonmusik ein fröhliches Lied anzustimmen. Auch wenn ich persönlich nicht den musikalischen Geschmack dieser beschwingten Wanderertruppe teilte, so war doch der Titel des Liedes durchaus nach meinem Gusto: „Waldeslust.”.
 

Waldeslust: Genau das ist der gemeinsame Nenner! Sie würden sagen: „Ich habe Lust in den Wald zu gehen. Ich habe Lust mich im Wald aufzuhalten. Ich habe Lust den Wald in mich aufzunehmen. Ich habe Waldeslust.” Und ich sage: „Ich habe Lust nackt in den Wald zu gehen. Ich habe Lust mich nackt im Wald aufzuhalten. Ich habe Lust den Wald nackt in mich aufzunehmen. Ich habe nackte Waldeslust.”
 

Der Rest des Liedtextes ist auch nicht so der Bringer; aber der Vollständigkeit halber sei er hier noch kurz zitiert. Damit niemand deshalb googeln muss.
 

Waldeslust
Waldeslust, Waldeslust, oh wie einsam schlägt die Brust.
Ihre lieben Vögelein. Singet mir ein Liedlein. Singet mir aus voller Brust, die Waldeslust.
Waldeslust, Waldeslust, oh wie einsam schlägt die Brust.
Meinen Vater kenn´ich nicht, meine Mutter liebt mich nicht. Und sterben mag ich nicht, bin noch zu jung.
Waldeslust, Waldeslust, oh wie einsam schlägt die Brust.
Wenn ich einst gestorben bin, traget mich zum Friedhof hin. Leget mich ins kühle Grab, da hab ich Ruh.


Ein Montag im Juli

02.07.2007

Der Wetterbericht verheißt seit Tagen - denn das nächste Tief kommt in Mitteleuropa immer sehr bald und ganz bestimmt - das Ende des kurzen Zwischenhochs am Wochenende: Im Laufe des Sonntags sollen Gewitter und Regenschauern hereinziehen, welche die ganze Nacht und auch den ganzen Montag anhalten sollen. Kaum Hoffnung auf Sonne... und außerdem soll es deutlich kühler werden.

Nun, Regen und „kühle Sommertemperaturen” sind nicht zwangsläufig ein Grund, die Klamotten anzubehalten, aber angenehmes Wetter macht beim Nacktwandern einfach mehr Spaß, zumal die Sonne ganz entscheidend die Produktion von Glückshormonen fördert - und letzteres sogar auch bei den sogenannten „Textilen”. Bei ihnen aber sicherlich in geringerem Umfang, da sie weniger Licht abbekommen!

Das Wetter hält sich den ganzen Vormittag exakt an den Wetterbericht: Dichte, dunkle, graue Wolken, immer wieder kräftige Regenschauer, kein Schimmer eines unbedeckten Himmels. Ich bereite mich auf einen „schönen und kuscheligen” Bürotag vor. Die elektronischen Griffel sind gespitzt (Computer an...) und es liegt ein ganzer Stapel weißes Elektronikpapier bereit (Textverarbeitung: Datei - Neu...). Während der Arbeit schweift der Blick immer wieder sehnsüchtig zum Fenster. Aber draußen ändert sich nichts; es bleibt bei grau in grau und die Regenschauern wechseln sich ab.



nacktwandern_152.jpg

Doch dann gegen Mittag. Es ist gerade mal eine Regenpause. Ich gehe auf die Terrasse, um die Augen und den Körper von der Computerarbeit zu entspannen. Da erspähe ich das, was ich heute nicht mehr für möglich gehalten habe: Im Westen wird es heller! Nach einer halben Stunde zeigen sich erste blaue Stellen in der dünner werdenden Wolkendecke und ab und zu erhellt die Sonne die Welt und das Gemüt!

An Weiterarbeit ist jetzt nicht mehr zu denken! Vielleicht hält sich das Wetter ein wenig und es reicht, um für eine halbe oder sogar ganze Stunde zu wandern. Dafür kann man auch einmal einen Regenschauer in Kauf nehmen. Also, nichts wie hinaus! Das Ziel ist schnell erreicht. Hosen und T-Shirt bleiben im Auto. Und los geht es: Nackt in der freien Natur wandern...

Die Luft ist frisch und atmet die Feuchtigkeit des letzten Schauers; aber es ist nicht kalt. Das Gras auf dem Weg ist noch nass vom vorausgegangenen Regen, schwer tropft das Wasser von den Blättern der Bäume, ein Windstoß löst einen leichten Regenschauer aus: Herrliche, prickelnde, frische Berührungsreize auf der nackten Haut, die kein Mensch nachempfinden kann, der noch nie nackt in der Natur gewandert ist. Die immer häufiger werdenden Sonnenstrahlen lecken an der in Nässe getauchten Natur und zwischen den Bäumen steht ein leichter Dunst aus verdampfender Feuchtigkeit.



nacktwandern_301.jpg

Die sonnigen Abschnitte nehmen immer weiter zu. Wärmende Strahlen trocknen die Vegetation. Wärmende Strahlen berühren die Haut, trocknen sie und schmeicheln ihr. Wärmende Strahlen durchfluten den Körper. Wärmende Strahlen lassen auch andere Lebewesen zunehmend aktiver werden. Schmetterlinge, Libellen, Hummeln und andere Insekten durchstreifen zunehmend die Luft und versammeln sich an den Nektar spendenden Blüten der wild wuchernden Brombeeren und anderer bunt blühender Pflanzen. Eidechsen rascheln auf ihrer Flucht zwischen Gras und Laub, wenn sie durch mich beim Sonnenbaden und Wärme tanken gestört und aufgeschreckt werden.

Licht und Wärme durchfluten Lichtungen und offene Wegstellen, erreichen aber auch die schattigen Bereiche unter dem Blätterdach der Bäume. Die Temperatur steigt deutlich und nimmt ausgesprochen angenehme Werte an. Eine leichte Brise umhüllt und streichelt wohlig die Haut modifiziert durch Licht und Schatten, mal wärmer, mal kühler, aber immer wohltuend.



nacktwandern_530.jpg

Wenige Meter vor mir springt ein Reh auf, zögert, bleibt stehen, äugt. Mitten im Schritt halte ich inne und verharre. Wir äugen uns an. Der Wind weht aus der falschen Richtung, das Reh kann keine Witterung von mir aufnehmen. Ein nackter Mensch passt nicht in sein Feindbild, aber es scheint irritiert und unschlüssig. Es äst es ein wenig - immer auf der Hut - schaut wieder auf. Eine Weile geht das so, ohne dass Vertrautheit entsteht. Ich beende den eingefrorenen Schritt und bewege mich langsam weiter auf das Reh zu. Es bleibt bei seinem bisherigen Verhalten. Irgendwann ist der Abstand dann aber zu kurz, die Situation wird für das Reh unheimlich. Ohne Panik dreht es sich zur Seite und verschwindet langsamen Schrittes im angrenzenden Unterholz. Solche Begegnungen hatte ich immer wieder beim Nacktwandern, mal mit Füchsen, Rehen oder Wildschweinen und als außergewöhnlichstes Erlebnis dieser Art einmal das unmittelbare Zusammentreffen mit einem Dachs.

Die Zeit vergeht, ohne dass sie bewusst wird, und aus dem ursprünglich geplanten Kurzausflug wird ein ganzer Nachmittag! Kaum ein Mensch ist heute hier im Wald, lediglich ein Wanderer und eine Joggerin begegnen mir in diesen Stunden. Natur pur! - Körper pur! Beim Scheiden keimen die Hoffnung und die Gewissheit auf eine Fortsetzung, auch wenn der Zeitpunkt noch nicht terminiert ist...



nacktwandern_013.jpg

[Home] [Gesetze] [Tagebuch] [Gästebuch] [Kontakt] [Links] [Impressum]

Copyright © 2006-10 by nacktwandern.org.  -  Produced 2006-10 by CompuHelps. (Rev. 1.2.21 vom 21.02.2010).